GCXONEDokumentation

Axis Camera Station Pro

Aktualisiert am 16. August 2026Geräte & IntegrationenPDF herunterladenÄnderung vorschlagenHilfe erhalten
Auf dieser Seite
  1. Einleitung
  2. Axis Camera Station Pro Konfiguration
  3. Axis Camera Station Pro Konfigurationsanleitung mit GCX-ONE

Einleitung

Dieser Leitfaden beschreibt die erforderlichen Schritte zur Integration von AXIS Camera Station Pro (ACS) mit der GCXONE-Plattform. ACS ist ein professionelles Video-Management-System (VMS) von Axis, das Aufzeichnung, Live-Ansicht, Videowiedergabe und Ereignis-/Alarmverwaltung für angeschlossene Kameras und Sicherheitshardware bietet. GCXONE integriert sich direkt über die API mit ACS, sodass Streams und Ereignisse eines ACS-Servers zusammen mit anderen Geräten in der GCXONE-Plattform erscheinen. Dieses Dokument basiert auf AXIS Camera Station Pro Version 6.15.15482 und ACS API Version 2.39.

ACS API (HTTPS)Port 29204
Direkte Axis-Geräte (HTTPS)Port 443
RTSP-StreamingPort 554

Integrationsmöglichkeiten

  1. Video: Bei einem Alarm wird die betreffende Kamera automatisch live im Video Viewer angezeigt, zum Beispiel:
  • Kameraansichten in den Layouts 1/2x2, 3x3 und 4x4 sind möglich, gewünschte Kameras können in das Fenster gezogen werden.
  • Aufzeichnungen können direkt aus dem NXGEN-Client wiedergegeben werden.
  • Aufzeichnungen können um einen bestimmten Zeitwert zurückgespult werden.
  • Kameras mit PTZ-Funktionalität können direkt aus dem NXGEN-Client gesteuert werden, einschließlich Zugriff auf vordefinierte Presets.
  1. Intercom: Der integrierte Cloud-SIP-Server von NXGEN stellt über SIP (VoIP) eine bidirektionale Audioverbindung zu Axis-Lautsprechern und Intercoms her.
  2. Audio: Liveansprachen oder gespeicherte Audioclips können vom NXGEN-Client aus auf ausgewählte Netzwerklautsprecher wiedergegeben werden.
  3. Steuerungen zu und von ACS Pro: Im NXGEN-Client erstellte virtuelle Tasten können HTTPS-(externe) Trigger in ACS Pro auslösen, zum Beispiel:
  • Setzen eines Bookmarks oder Senden einer HTTP-Benachrichtigung an ein anderes System
  • Senden einer Nachricht an die mobile App von ACS Pro
  • Ein- oder Ausschalten einer oder mehrerer Action Rules
  • Einmaliges oder dauerhaftes Öffnen einer oder mehrerer Türen, oder Umschalten in den Lockdown-Modus

Umgekehrt kann über ACS Pro Action Rules jeder Trigger aus ACS Pro (wie VMD oder AXIS Object Analytics) mittels eines HTTP-POST-Requests an acsproxy.nxgen.cloud/eventIngest ein Alarmereignis in GCXONE erzeugen.

  1. Gerätesteuerung: AXIS-Lautsprecher, I/O-Geräte, Intercom-Schaltkontakte und Strobe-Sirenen werden direkt gesteuert (über Portweiterleitung), was Funktionen ermöglicht wie:
  • Aktivieren und Deaktivieren einer Strobe-Sirene
  • Abspielen eines Audioclips auf einem Lautsprecher
  • Abspielen eines Audioclips auf einer oder mehreren Audiozonen über die Integration mit AXIS Audio Manager Pro
  • Aktivieren eines Relais an einem I/O-Modul, eines Ausgangs an einer Kamera oder an einem anderen Axis-Gerät
  • Aktivieren eines virtuellen Eingangs an einer Kamera oder an einem anderen Axis-Gerät

Die Anschlüsse von I/O-Geräten (z. B. A9188 und A9210) werden über Portweiterleitung erkannt; die lokal vergebenen Ein-/Ausgangsnamen werden über die Discovery-Funktion angezeigt, ebenso ob ein I/O als Eingang oder Ausgang konfigurierbar ist.

Axis Camera Station Pro Konfiguration

1. Voraussetzungen

Dieser Leitfaden basiert auf AXIS Camera Station Pro Version 6.15.15482 und ACS API Version 2.39. Falls Sie eine andere Version verwenden und etwas nicht wie beschrieben funktioniert, wenden Sie sich an NXGEN. Die in diesem Leitfaden verwendete Abkürzung „ACS“ steht für „AXIS Camera Station Pro“.

2. Checkliste Videoaufschaltung

Internetzugang:

  1. Eine feste IPv4-Adresse für die Anlage ist erforderlich.
  2. Port 29204 am Router freigeben (ACS Pro API). Falls der Provider die Ports auf einen bestimmten Bereich beschränkt (z. B. wegen DS-Lite), ist eine Portweiterleitung erforderlich.
  3. Die Erreichbarkeit des Ports aus dem Internet mit einem Online-Tool prüfen, z. B. portchecker.co.

ACS Pro:

  1. Kameras integrieren und eindeutige, wiedererkennbare Namen vergeben.
  2. Daueraufnahme für alle Kameras mit nativer Auflösung einrichten.
  3. Ein Benutzerkonto mit der Rolle „Operator“ anlegen, inklusive Name und Passwort.
  4. Regeln für die benötigten Alarmierungen anlegen (VMD oder AOA).
  5. Presets für PTZ-Kameras anlegen.

Lautsprecher, Intercoms, Strobe-Sirenen und Relaismodule (direkte Integration in NXGEN):

  1. IP-Adresse, Benutzername und Passwort für jedes Gerät.
  2. Anschlussbelegung für I/O- oder Relaisausgänge.

3. Installation von ACS Pro

Videorecorder von Axis: Axis bietet zwei vorkonfigurierte Recorder-Serien — die S12 Recording Server Serie (die letzten beiden Ziffern geben die Standardlizenzanzahl an, z. B. S1232 = 32 Lizenzen, erweiterbar) und die S21/S22 Appliance Serie, All-in-One-Recorder mit integriertem Switch (die letzten beiden Ziffern geben sowohl die anschließbaren Geräte als auch die enthaltenen Lizenzen an). Für jeden Recorder steht unter axis.com/de-de/support ein Benutzerhandbuch zur Verfügung — dort das Recorder-Modell suchen (z. B. S2216). Den Recorder mit dem Internet verbinden, um Updates zu installieren und das Gerät zu lizenzieren, und alle angelegten Benutzer und Passwörter dokumentieren.

Eigener Server: Wer keinen Axis-Videorecorder verwenden möchte, findet in den Versionshinweisen unter axis.com/de-de/products/axis-camera-station-pro/support die unterstützten Windows-Versionen sowie weitere Hard- und Softwareanforderungen. Bei Unsicherheit bezüglich der Hardware-Spezifikationen einen Axis-Videorecorder mit gleicher oder höherer Geräteanzahl als Referenz verwenden (z. B. für 73 Kameras + 2 Türcontroller + 5 Intercoms = 80 Geräte den Server S1296 als Referenz). Die ZIP-Datei „AXIS Camera Station Pro – Update for Server and Client“ von derselben Seite herunterladen, entpacken und den Windows-Installer (z. B. AXISCameraStationPro_6.15.15482) gemäß den Anweisungen des Installationsprogramms ausführen.

4. Einstellungen in ACS

4.1 Kommunikation

Die Kommunikation mit einem ACS-System erfolgt verschlüsselt über HTTPS. Standardmäßig wird TCP-Port 29204 verwendet. Dieser Port wird in ACS unter „AXIS Camera Station Pro Service Control“ auf dem Reiter „General“ konfiguriert (Rechtsklick). Das entscheidende Feld ist „Port range“ — üblicherweise 29200–29250. Der ACS-API-Port ist immer die untere Grenze dieses Bereichs plus 4 (z. B. 29200 + 4 = 29204). Bei abweichendem Bereich die untere Grenze plus 4 im Feld „Server Port“ der NXGEN-Konfiguration eintragen.

Abbildung — Rechtsklick auf das ACS-Tray-Symbol und Auswahl von „Open AXIS Camera Station Pro Service Control“.

Abbildung — Service-Control-Fenster, Reiter General, Feld Ports range.

4.2 Kameras integrieren und Aufnahme einrichten

Die Kamera hinzufügen und die Aufzeichnungsmethode auf „Continuous“ stellen.

Das Profil der Daueraufzeichnung auf „High“ stellen (native Auflösung der Kamera).

Abbildung — Hinzufügen einer Kamera mit Continuous-Aufzeichnung und High-Profil.

4.3 Zeitsynchronisation

Sicherstellen, dass am Gerät die korrekte Zeit eingestellt ist. Es wird ausdrücklich empfohlen, für die Recorder-Zeit einen NTP-Server zu verwenden, damit die Zeit zwischen NXGEN und dem Recorder synchron bleibt. Auf einem Windows-11-Pro-Server (ACS Pro läuft unter Windows 11) den NTP-Server über die Zeitsynchronisationseinstellungen konfigurieren:

  1. Systemsteuerung → Uhr und Region → Datum und Uhrzeit öffnen.
  2. Zum Reiter Internetzeit wechseln und auf Einstellungen ändern klicken.
  3. „Mit einem Internetzeitserver synchronisieren“ aktivieren.
  4. Den NTP-Server (z. B. „ntp.axis.com“ oder einen eigenen) im Feld Server eingeben.
  5. Auf Jetzt aktualisieren → OK klicken.

Wird ein Gerät (Kamera, Türcontroller, I/O-Gerät, Intercom usw.) zu ACS Pro hinzugefügt, übernimmt es automatisch die NTP-Zeit vom ACS-Pro-Server; dies kann bei Bedarf pro Gerät angepasst werden.

Abbildung — Windows-Internetzeiteinstellungen und geräteweise Zeitanpassung.

4.4 Einrichtung Benutzer

  1. In der Windows-Computerverwaltung ein Benutzerkonto für den Zugriff anlegen (z. B. mit dem Namen NXGEN).

Abbildung — Anlegen des NXGEN-Benutzerkontos in der Windows-Computerverwaltung.

  1. Den Benutzer in ACS hinzufügen und ihm die Rolle „Operator“ zuweisen.

Abbildung — Hinzufügen des NXGEN-Benutzers zu ACS mit der Rolle Operator.

  1. Diesem Operator die Zugriffsrechte für die Kamera zuweisen.

Abbildung — Zuweisen der Kamera-Zugriffsrechte an den Operator.

4.5 Alarmzone auf der Kamera einrichten

Auf der Kamera eine Erfassungszone für die Bewegungserkennung (VMD) einrichten — in diesem Beispiel „Profile 1“ genannt. Die Cloud-basierte KI von NXGEN wertet die von ACS empfangenen Alarmbilder aus und wendet Objektfilter an. Zusätzlich kann AXIS Object Analytics auf der Kamera genutzt werden, um gezielt Personen oder Fahrzeuge zu klassifizieren und Fehlalarme zu reduzieren.

Abbildung — VMD-Erfassungszone „Profile 1“ auf der Kamera.

4.6 Alarmregel und Protokollierung anlegen

In ACS eine Regel anlegen. „Profile 1“ aus der VMD der Kamera als Trigger wählen. Als Aktion eine HTTPS-POST-Anfrage an NXGEN gemäß der folgenden exakten Spezifikation anlegen.

Abbildung — Anlegen einer neuen Regel in ACS mit dem VMD-Trigger der Kamera und einer HTTPS-POST-Aktion.

Zwei IDs von NXGEN werden benötigt: „authenticationToken“ und „genesisCamId“ (siehe „Trigger aus ACS“ im Abschnitt Konfigurationsanleitung, wo diese abzurufen sind).

Abbildung — Felder der HTTPS-POST-Aktion: URL, Methode und Payload.

URL: https://acsproxy.nxgen.cloud/eventIngest

{ "initialRequest": { "payload": { "type": "NOTIFICATION", "authenticationToken": "<authenticationToken>", "notifications": [ { "event": { "type": "ALARM_TRIGGERED", "genesisCamId": "<genesisCamId>", "timestamp": "$(TriggerData.TimeUtc)", "cameraId": "$(TriggerData.SourceId)" } } ] } } }

Abbildung — Testen der Verbindung zu NXGEN nach Eingabe von authenticationToken und genesisCamId.

Sobald die beiden benötigten IDs eingetragen wurden, kann die Verbindung zu NXGEN getestet werden.

In der Regel üblicherweise eine zweite Aktion „Raise Alarm“ hinzufügen, um einen protokollierten Alarm in ACS Pro zu erzeugen. Einen Titel und eine Beschreibung für die genaue Lokalisierung eintragen.

In der Ansicht „Logs“ werden die erfassten und in der ACS-Datenbank gespeicherten Alarme angezeigt.

Abbildung — Aktion Raise Alarm und die ACS-Logs-Ansicht.

Axis Camera Station Pro Konfigurationsanleitung mit GCX-ONE

1. ACS-Recorder anlegen

Im NXGEN-Client unter dem Standort ein neues Gerät hinzufügen („Add New“ → ACS Recorder).

Abbildung — Reiter Devices, leer vor dem Hinzufügen des ACS-Recorders.

Die IP-Adresse des Internetzugangs und Port 29204 eintragen (oder den entsprechend weitergeleiteten Port Ihres Routers). Den in ACS angelegten Operator als „User Name“ und „Password“ eintragen. Die richtige Zeitzone auswählen und auf „Discover“ klicken. Die Seriennummer des ACS-Recorders wird beim Import automatisch ausgelesen. Die in ACS integrierten und für das Benutzerkonto freigegebenen Kameras werden automatisch angezeigt und im NXGEN-Client hinzugefügt und können mit „Save“ gespeichert werden.

Abbildung — Dialog „Add New ACS Recorder“: Eingabe von IP-Adresse, Port, Operator-Zugangsdaten und Zeitzone.

Abbildung — Erkanntes Gerät mit aufgelisteten Kameras, bereit zum Speichern.

2. Kameratyp zuweisen und einrichten

Für die Kamera/den Sensor über „Actions“ → „Edit“ zur Einstellungsseite wechseln. Unter „General Information“ kann der Kameratyp ausgewählt werden (z. B. PTZ).

Abbildung — Menü Actions → Edit, zum Öffnen der Kameraeinstellungsseite.

Abbildung — General Information: Auswahl des Kameratyps (PTZ).

„Actions“ → „View“ auswählen, um zu einem Videostream-Layout mit Zugriff auf die Bildmaskierung zu wechseln.

Abbildung — Actions → View, Wechsel zum Videostream-Layout für die Maskierung.

Bildbereiche können bei wiederholt auftretenden Fehlalarmen (Bäume, Scheinwerfer usw.) temporär oder dauerhaft deaktiviert werden:

Abbildung — Optionen zur Bildmaskierung im Videostream-Layout.

„Timed Mask“ (blau dargestellt) für einen bestimmten Zeitraum verwenden

Abbildung — Timed Mask (blau) für temporäre Deaktivierung.

„Camera Mask“ (rot dargestellt) für dauerhafte Deaktivierung.

Abbildung — Camera Mask (rot) für dauerhafte Deaktivierung.

3. Video Viewer

Im Video Viewer stehen Kameraansichten in den Layouts 1/2x2/3x3/4x4 zur Verfügung; Kameras können in das gewünschte Fenster gezogen werden.

In ACS gespeicherte Aufnahmen können durch Auswahl von Uhrzeit und Datum angesehen werden. Eine PTZ-Kamera kann über die Bildschirmsteuerung bewegt und gezoomt werden, gespeicherte Preset-Positionen sind aufrufbar; Tastaturkürzel stehen zur Verfügung. Durch Anlegen von „Tags“ können Layouts zusammengestellt, beschriftet und für anlagenspezifische, benutzerfreundliche Übersichten gespeichert werden.

Abbildung — Video-Viewer-Layouts, PTZ-Steuerung und Tags.

4. Karte

Kameras können anhand ihrer Montageposition auf der Karte platziert werden, mit den Darstellungsoptionen Karte und Satellit. Farbige Textfelder können wichtige Bereiche oder Positionen markieren.

Nach dem Speichern der Kameraposition zeigt ein Klick auf die Kamera im Plan rechts das Livebild, Geodaten, den Aktivstatus sowie ein hinterlegtes Referenzbild (Produktfoto oder tatsächliche Montageposition) an.

Abbildung — Auf der Karte platzierte Kamera mit Livebild-Panel.

5. Trigger aus ACS

Die „Eindeutige Referenznummer“ des ACS-Recorders, am Ende seiner URL angezeigt, ist der authenticationToken.

Die Übersicht eines S2208-Geräts am Standort Ismaning mit einem aktiven Sensor, der Seriennummer und Axis Camera Station als Hersteller.

Abbildung — Eindeutige Referenznummer (authenticationToken) des ACS-Recorders am Ende seiner URL.

Im Beispiel: 8e410bf4e4614c3094d621420f134aa7

Abbildung — Beispielwert für authenticationToken.

In der Sensorübersicht des Recorders steht oben die „Sensor Reference Number“ für die gewünschte Kamera — das ist die genesisCamId; sie kann über einen Button kopiert werden.

Abbildung — Sensor Reference Number (genesisCamId) in der Sensorübersicht der Kamera, mit Kopier-Button.

Mit beiden IDs kann die oben unter „Alarmregel und Protokollierung anlegen“ beschriebene ACS-Regel fertiggestellt werden, um die Regel an NXGEN zu übertragen.

6. Video-Aktivitätssuche

Alarme können in der Ansicht „Video Search“ gesucht und angezeigt werden. Bei einer Kamera mit einfacher Bewegungserkennung (VMD) löst jede Bewegung im Alarmfeld (auch Schatten, Tiere usw.) einen Alarm aus; die Cloud-basierte KI von NXGEN wertet aus und klassifiziert jeden Alarm als „false“ oder „true“. Es kann nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden — zum Beispiel erscheint ein erkanntes Fahrzeug als echter Alarm (grüner Punkt) mit einem Fahrzeugsymbol, während andere Alarme rot als „False Alarm“ markiert werden. Zu beachten ist, dass eine Privatzone, die einen Teil des Bildes verpixelt, die KI-Erkennungsgenauigkeit in diesem Bereich einschränkt.

Abbildung — Ergebnisse der Video Search: echte Alarme (grüner Punkt) und Fehlalarme (rot markiert).

Ein Klick auf einen Alarm zeigt weitere Details.

Abbildung — Alarmdetailansicht nach Klick auf ein Ergebnis.

Über das Filterpanel kann nach echten Alarmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums und Typs gesucht werden (z. B. Fahrzeuge).

Abbildung — Filterpanel zur Suche nach Alarmen nach Zeitraum und Typ.

Bei Auswahl von „24h“ werden zum Beispiel 3 passende Alarme angezeigt. Beim Überfahren eines Ergebnisses mit der Maus wird automatisch der Videoclip des Vorfalls abgespielt.

Abbildung — Filtern von Alarmen nach Zeitraum mit Hover-Vorschau.

7. Trigger zu ACS

Um im NXGEN-Client virtuelle Tasten anzulegen, die Aktionen in ACS ausführen, im Pfad des Recorders unter dem Reiter IO einen Eintrag vom Typ „Output“ anlegen.

Abbildung — Reiter IO: Anlegen eines neuen Eintrags vom Typ Output.

Den ACS-API-Befehl in das Feld „IO URL“ eingeben — zum Beispiel einen TriggerFacade-Aufruf mit steigender und fallender Flanke von je 5 Sekunden Länge:

Abbildung — Feld IO URL mit dem TriggerFacade-Befehl.

https://IP-Adresse:Port/Acs/Api/TriggerFacade/ActivateDeactivateTrigger?{"triggerName":"NXGEN","deactivateAfterSeconds":"5"}

Die Einstellungen eines Triggers mit Name, Anzeigename Alarm, ID, IO-URL, einer Dauer von fünf Sekunden und einer Zone, darüber die Schaltflächen Close und Save.

Abbildung — Felder Trigger name und Display Name für den Output-Eintrag.

Der Triggername ist wichtig — er wird in ACS benötigt. Der „Display Name“ ist die Bezeichnung der Taste in NXGEN. Um die Steuerung im Video Viewer und in der Map zu aktivieren, in der Zeile auf „Show on Salvo“ klicken, sodass „Yes“ angezeigt wird. Anschließend erscheint automatisch eine virtuelle Taste (z. B. „Alarm“ genannt) im Video Viewer; ein Klick sendet die HTTPS-Meldung an ACS.

Abbildung — Show on Salvo aktiviert, wodurch die virtuelle Taste im Video Viewer erscheint.

In ACS eine „Action Rule“ anlegen

Abbildung — Anlegen einer neuen Action Rule in ACS.

die die HTTPS-Meldung aus NXGEN als Trigger verwendet; als Aktion kann jede gewünschte Funktion programmiert werden — zum Beispiel das Auslösen eines Alarms und das Anzeigen einer PTZ-Kamera im Vordergrund mit einem „Live view alerts“-Panel, das Alarmbild und -meldung zeigt.

Abbildung — Action Rule mit der HTTPS-Meldung von NXGEN als Trigger und einer PTZ-Kamera-Aktion.

Da der Impuls etwa 5 Sekunden dauert, werden in der Regel zwei Meldungen empfangen (steigende und fallende Flanke).

Abbildung — Live-view-alerts-Panel mit dem ausgelösten Alarm.

8. IP-Geräte direkt mit NXGEN verbinden

8.1 Relaismodul

In der Ansicht Objekt über „Add New“ das gewünschte Gerät (z. B. ein A9210) einzeln als „Axis“-Gerät hinzufügen

Abbildung — Dialog Add New Device: Hinzufügen des A9210 als Axis-Gerät.

— die Kommunikation erfolgt direkt mit dem Axis-Gerät, nicht über ACS. Standardmäßig wird TCP-Port 443 verwendet (in diesem Beispiel auf Port 6901 weitergeleitet). Die Zeitzone eintragen und auf „Search“ klicken, um das Gerät zu erkennen.

Abbildung — Eingabe von Port und Zeitzone, anschließend Klick auf Search.

Abbildung — Erkanntes Relaismodul, bereit zum Speichern.

Nach der Erkennung erscheint das Gerät parallel zum ACS-Recorder.

Abbildung — Relaismodul, aufgelistet neben dem ACS-Recorder.

Auf den Standort klicken, um den Gerätetyp zuzuweisen

Abbildung — Klick auf den Standort, um den Gerätepfad zu öffnen.

— dies zeigt den passenden Pfad in der Adressleiste an — dann auf „Sensors“ klicken und

Abbildung — Reiter Sensors für das Relaismodul.

unter „Edit“ das Relaismodul auf „IOT“ ändern.

Abbildung — Edit → Ändern des Sensortyps auf IOT.

Das System erkennt die Ein- und Ausgänge des Relaismoduls, einsehbar und beschriftbar über „IO“

Abbildung — IO-Ansicht mit den Ein- und Ausgängen des Relaismoduls.

— zum Beispiel den Relaisausgang „Barrier“ benennen und den Schaltimpuls auf 5–60 Sekunden in 5-Sekunden-Schritten einstellen (Standard ist dauerhaftes Umschalten).

Abbildung — Benennung eines Ausgangs („Barrier“) und Einstellung des Schaltimpulses.

Alle Ausgänge (digitale Ports und Relais) können in die Karte integriert werden; ein Klick auf einen Ausgang schaltet ihn, der Status wird farblich angezeigt. Bis die farbcodierte Statusanzeige mit der Rückmeldung des Geräts aktualisiert wird, kann es zu einer Verzögerung kommen, während der das Popup-Fenster blockiert ist.

Abbildung — Relaisausgänge in der Karte mit farbcodiertem Status.

Abbildung — Popup-Fenster zum Auslösen eines Ausgangs.

Alle Buttons des Relaismoduls erscheinen zudem im Video Viewer mit ihren zugewiesenen Beschriftungen; ein Tag (z. B. „PTZ“) kann für die Anzeige dort vergeben werden, da Geräte wie Relaismodule und Lautsprecher keinen Videostream liefern.

Abbildung — Buttons des Relaismoduls im Video Viewer, beschriftet mit dem zugewiesenen Tag.

Abbildung — Geräteübersicht des Relaismoduls in NXGEN mit zugewiesenem Tag „PTZ“.

8.2 Lautsprecher

Den Lautsprecher einzeln über „Add New“ über den Standort-Pfad in der Ansicht Devices hinzufügen und als „GenesisAudio“ importieren.

Abbildung — Dialog Add New Device: Importieren des Lautsprechers als GenesisAudio.

Die direkte Kommunikation erfolgt standardmäßig verschlüsselt über HTTPS auf TCP-Port 443 (in diesem Beispiel auf Port 6902 weitergeleitet). Die Zeitzone eintragen und auf „Discover“ klicken, um das Gerät zu erkennen —

Abbildung — Eingabe von Port und Zeitzone, anschließend Klick auf Discover.

es erscheint in der Liste und wird automatisch als Gerätetyp „speaker“ gesetzt.

Abbildung — Erkannter und aufgelisteter Lautsprecher.

Abbildung — Gerätetyp automatisch auf „speaker“ gesetzt.

Um die SIP-Kommunikation herzustellen, auf „Edit Device“ klicken, um die automatisch erzeugten Zugangsdaten für den SIP-Server von NXGEN zu erhalten,

Abbildung — Edit Device mit den automatisch generierten SIP-Zugangsdaten.

diese Zugangsdaten anschließend in das neu anzulegende SIP-Konto des Lautsprechers eintragen.

Abbildung — Eingabe der SIP-Zugangsdaten in das neue SIP-Konto des Lautsprechers.

Der Lautsprecher ist nun integriert und kann im Video Viewer über ein Headset angesprochen werden, indem der Mikrofonbutton gedrückt wird — bei grüner Anzeige mit Signalton ist die Verbindung hergestellt. Ist das interne Mikrofon des Lautsprechers in seiner Web-GUI aktiviert, ist auch eine bidirektionale Kommunikation möglich.

Abbildung — Mikrofonbutton im Video Viewer für bidirektionale Audiokommunikation.

Lautsprecher können über das Menü „Audio sources“ ausgewählt werden (standardmäßig sind alle verfügbaren Lautsprecher aktiviert), und eine Audiodatei kann über den gewählten Lautsprecher abgespielt werden.

Abbildung — Menü Audio sources, mit standardmäßig aktivierten verfügbaren Lautsprechern.

MP3-Dateien können über den Reiter „Audio“ in NXGEN geladen werden (z. B. Sprachansagen);

Abbildung — Laden von MP3-Dateien in NXGEN über den Reiter Audio.

über die Taste „Speaker“ im Video Viewer die gewünschte Datei auswählen und abspielen.

Abbildung — Taste Speaker im Video Viewer zum Auswählen und Abspielen einer Datei.

8.3 Intercom

Intercoms (z. B. eine A8207-VE) werden direkt als „Axis“-Geräte hinzugefügt. Am Router müssen zwei Ports freigegeben werden: 443 (Control, Server, HTTPS) und 554 (RTSP) — in diesem Beispiel wurden beide über Portweiterleitung angepasst. Das Gerät wird mit seinen freigegebenen Videostreams und View Areas erkannt, die Seriennummer wird automatisch ausgelesen.

Abbildung — Hinzufügen der Intercom (A8207-VE) als Axis-Gerät, mit den Ports 443 und 554.

Die Audiofunktionen der Intercom werden durch Anlegen eines zusätzlichen „GenesisAudio“-Eintrags bereitgestellt

Abbildung — Anlegen eines zusätzlichen GenesisAudio-Eintrags für das Audio der Intercom.

; die I/O-Ports der Intercom werden automatisch erkannt und stehen zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Abbildung — Automatisch erkannte I/O-Ports der Intercom.

Die in NXGEN angezeigten SIP-Server-Zugangsdaten in das Axis-Gerät eintragen.

Abbildung — Eingabe der SIP-Server-Zugangsdaten in die Intercom.

Abbildung — SIP-Kontoeinstellungen an der Intercom.

Bei erfolgreicher Verbindung erscheint der Status grün mit „OK“.

Abbildung — SIP-Status der Intercom mit grünem „OK“.

Um den Rufbutton der Intercom mit NXGEN zu verknüpfen, die Referenz-ID der Intercom in NXGEN abrufen (am Ende ihrer URL zu finden).

Abbildung — Referenz-ID der Intercom am Ende ihrer URL in NXGEN.

Im Beispiel:

Abbildung — Beispielwert für die Referenz-ID.

In der Web-GUI der Intercom einen Empfänger nach dem vorgegebenen Schema anlegen, dabei die Referenz-ID am Ende der URL anfügen und diese auch bei Benutzername und Passwort eintragen.

Abbildung — Anlegen eines Empfängers in der Web-GUI der Intercom, mit der Referenz-ID bei Benutzername und Passwort.

Den Testbutton drücken, um die Verbindung zu NXGEN zu prüfen.

Abbildung — Testbutton zur Überprüfung der Verbindung zu NXGEN.

In der Intercom eine Regel anlegen, den Rufbutton als Trigger und „Send a video sequence“ als Aktion verwenden, den zuvor angelegten Empfänger auswählen (z. B. „NXGEN“), einen Ordnernamen sowie den gewünschten Kamerastream vergeben.

Abbildung — Intercom-Regel mit dem Rufbutton als Trigger.

Abbildung — Aktion „Send a video sequence“ mit ausgewähltem Empfänger, Ordner und Kamerastream.

Im NXGEN-Client wird der Anruf nun unter „Video Search“ als Alarm aufgelistet, wobei die Cloud-KI auch die Videosequenz auswertet (zum Beispiel wird eine sichtbare Person als echter Alarm klassifiziert).

Abbildung — Intercom-Anruf als Alarm in der Video Search aufgelistet.

Das Schalten von Kontakten der Intercom zum Öffnen einer Tür oder eines Tors erfolgt über die IO-Programmierung

Abbildung — Reiter IO für die Kontakte der Intercom.

— für das Relais „Door“ die benötigte HTTPS-Anfrage in das Feld „IO URL“ eintragen; der Kontakt kann dann über den virtuellen Button im Video Viewer aktiviert werden:

https://IP-Adresse:Port/axis-cgi/io/port.cgi?action=6%3A%2F

Abbildung — Feld IO URL des Türrelais, aktiviert über den virtuellen Button im Video Viewer.

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